Am 9. und 10. Juni 2026 brannten im Norden und Osten von Belfast Autos und Geschäfte, wurden MigrantInnen-Familien aus ihren Häusern vertrieben. Die schockierenden Bilder und Akteure erinnern an die alten Zeiten des Nordirland-Konfliktes, auch wenn der Anlass – eine Messerattacke eines mutmaßlichen Sudanesen – auf neue Kontexte einer rassistischen Gewalt verweisen, die heute nicht nur in Belfast zur urbanen Realität gehören und im United Kingdom auch von den rechtsradikalen Parteien und ihren Influencern im Netz gepushed werden.
Der Schweizerische Rundfunk (SRF) versucht in seinem Podcast vom 11. Juni 2026 eine historische Einordnung. Zur heutigen Realität Nordirlands gehört aber auch, dass am 13. Juni 2026 über 10000 Belfasterinnen und Belfaster zu einer eindrucksvollen Demonstration und Kundgebung vor dem Rathaus der Stadt zusammenkamen: „No hate – No racism – We are Belfast!“
