Archiv des Autors: Corinna Hauswedell

Pandemie – Chance für neue Sicherheitsdebatte und Friedenspolitik

Die globale Verunsicherung durch die COVID-Pandemie bietet auch eine Chance, den Zusammenhang zwischen unseren diversen Sicherheitsbedürfnissen und den Erfordernissen für eine aktive deutsche Friedenspolitik neu zu justieren. Corinna Hauswedell plädierte am 10. März 2021 im Rahmen der leftlessons der DL21 (Linke in der SPD) für einen frischen, kritischen Blick auf die sog. ‚Erweiterte Sicherheit‘ und die Rolle militärischen Handelns in Krisensituationen: Die Pandemie könnte den Fokus für gegenseitigen Respekt und Gemeinsamkeit zwischen den Staaten und Gesellschaften schärfen und die Ressourcenallokation für präventives, ziviles Konfliktmanagement ins Zentrum rücken. Das Gespräch zwischen Hilde Mattheis (DL21) und Corinna Hauswedell findet man hier: https://www.youtube.com/watch?v=SIz810LmIP4.

Zeitenwende ‘45 – Aufbruch in ein neues Europa ?

Auf zwei fachdidaktischen Tagungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landesverband Niedersachsen, am 7./8.2.2020 in Hannover und  am 13./14.2.2020 Lüneburg, mit dem Titel „Zeitenwende ‘45 – Aufbruch in ein neues Europa“ hielt Corinna Hauswedell für Geschichts- und Politiklehrerinnen und -lehrer einen Vortrag zum Thema: Chimäre „Friedensmacht“? Europäische Integration zwischen Nachkriegsmoral und Globalisierung. Redemanuskript und Handout des Vortrages finden Sie hier: Handout und Text CH.. Eine Buchpublikation ist in Planung.

Online beim Prager Goethe-Institut: Friedensforscherin sieht Brexit als Demokratie-Killer

Im Mai 2019  führte das deutsch-tschechische Online-Magazin jádu des Goethe-Instituts Prag ein Interview mit Corinna Hauswedell durch, indem es um die Sicht der Friedensforschung auf den Brexit, die Messbarkeit von Frieden und die Bedeutung vergleichender Konfliktforschung und entsprechender Dialogprozesse ging. Auf die Frage „Was kritisieren Sie aus friedensforschender Sicht am meisten am bisherigen Verlauf des Brexit?“ antwortete Hauswedell u.a. : „Die Verfeindung in den Köpfen ist wieder in vollem Gange …und es wird Demokratie mit Füßen getreten….“ Das vollständige Interview können Sie hier lesen.

 

Brexit verschieben: „Zeit geben für Demokratie und Kompromisse“

Der heutige Besuch von Theresa May in Berlin und Paris am Tag vor dem EU-Gipfel am 10.4. sollte genutzt werden, um die Dringlichkeit einer stärkeren Einbeziehung der britischen Bevölkerung in den Prozess zu unterstreichen und die Auslotung ernsthafter Kompromisse zu ermöglichen. Dafür braucht es eine Verlängerung der Brexit-Frist, argumentierte Corinna Hauswedell heute um 14.00 Uhr bei „phönix vor ort“.

Belfaster Frieden und Brexit nicht kompatibel

Mit dem Brexit werden die historischen Gräben zwischen Irland und Großbritannien wieder aufgerissen, bricht der Konflikt um Demokratie und Selbstbestimmung in Nordirland wieder auf. Wie soll künftig mit der Grenze zwischen dem zur EU gehörenden Irland und dem britischen Nordirland umgegangen werden? Das ist inzwischen der Knackpunkt der Auseinandersetzungen um den Brexit. Was steht in Irland auf dem Spiel? Warum ist der sogenannte „Backstop“ so bedeutsam? Diesen Fragen ging phoenix plus in seinem Themenschwerpunkt „Das irische Dilemma“ am 7. Februar 2019 nach; im Studio war die Konfliktforscherin Dr. Corinna Hauswedell, die Moderation hatte Michael Sahr. Die Sendung wird in den kommenden Wochen im programm.ARD.de wiederholt ausgestrahlt werden.

Gewalt und Gewaltfreiheit der Religionen

Am 23. Januar 2019 nahm Corinna Hauswedell in Berlin an der Buchpräsentation „Gewalt und Gewaltfreiheit in Judentum, Christentum und Islam“, hrsg. von Markus Thurau im Auftrag des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), teil. Der bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienene Band widmet sich verschiedenen Perspektiven der Frage: Stiften Religionen Frieden oder verursachen sie Gewalt? Hauswedell hat zu dem Band mit dem Aufsatz: „Die politisch-religiöse Ambivalenz der (nord-)irischen Konfliktgeschichte“ beigetragen.

Brexit lähmt britische Innenpolitik und gefährdet nordirischen Frieden

Der jüngste Versuch der britischen Premierministerin, mit einem Kompromissvorschlag („Weißbuch“) den EU-Austritt Großbritanniens auf den Weg zu bringen, hat die Schlacht zwischen Gegnern und Befürwortern des Brexit vollends entfacht. Für die Hardliner um den Ex-Außenminister Boris Johnson scheint die Stunde für einen Putsch näher zu rücken, den Brexit-Gegnern geht das Weißbuch zu weit. Irlands Premier Leo Varadkar sieht in London „keine Mehrheit für irgendeine Art von Brexit“. In der Juni-Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik analysiert Corinna Hauswedell das demokratie- und friedensgefährdende Potenzial des ganzen Vorhabens am Beispiel der fragilen nordirischen Situation (Volltext).