Debatte über Außen- und Friedenspolitik der EU neu starten!

Der Brexit lässt bisher nicht gerade auf einvernehmlichere Handels- und Kooperationschancen hoffen. Das Ende des auswärtigen Streitkräfteeinsatzes in Afghanistan ruft nach einer grundlegenden Bilanz militärischen Handels in fremden Staaten. Die bevorstehende Bildung einer neuen Regierung in Berlin sollte auch als Chance zur Neujustierung außen- und sicherheitspolitischer Parameter in Deutschland sowie im Rahmen der EU genutzt werden. Dazu kann ein Blick in die Geschichte des Anspruchs dienlich sein, mit dem europäische Integration nach 1945 angetreten war. Corinna Hauswedell untersucht die „Chimäre Friedensmacht? Europäische Integration zwischen Nachkriegsmoral und Globalisierung“ in einem Unterrichtsband des Wochenschau-Verlages mit dem Titel ‚Zeitenwende ’45 – Aufbruch in ein neues Europa‘.

Pandemie – Chance für neue Sicherheitsdebatte und Friedenspolitik

Die globale Verunsicherung durch die COVID-Pandemie bietet auch eine Chance, den Zusammenhang zwischen unseren diversen Sicherheitsbedürfnissen und den Erfordernissen für eine aktive deutsche Friedenspolitik neu zu justieren. Corinna Hauswedell plädierte am 10. März 2021 im Rahmen der leftlessons der DL21 (Linke in der SPD) für einen frischen, kritischen Blick auf die sog. ‚Erweiterte Sicherheit‘ und die Rolle militärischen Handelns in Krisensituationen: Die Pandemie könnte den Fokus für gegenseitigen Respekt und Gemeinsamkeit zwischen den Staaten und Gesellschaften schärfen und die Ressourcenallokation für präventives, ziviles Konfliktmanagement ins Zentrum rücken. Das Gespräch zwischen Hilde Mattheis (DL21) und Corinna Hauswedell findet man hier: https://www.youtube.com/watch?v=SIz810LmIP4.

Zeitenwende ‘45 – Aufbruch in ein neues Europa ?

Auf zwei fachdidaktischen Tagungen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Landesverband Niedersachsen, am 7./8.2.2020 in Hannover und  am 13./14.2.2020 Lüneburg, mit dem Titel „Zeitenwende ‘45 – Aufbruch in ein neues Europa“ hielt Corinna Hauswedell für Geschichts- und Politiklehrerinnen und -lehrer einen Vortrag zum Thema: Chimäre „Friedensmacht“? Europäische Integration zwischen Nachkriegsmoral und Globalisierung. Redemanuskript und Handout des Vortrages finden Sie hier: Handout und Text CH.. Eine Buchpublikation ist in Planung.

Teaching Peacebuilding in Almaty, October 2019

Between 17 October and 1 November 2019 Corinna Hauswedell spent again two weeks teaching as a guest lecturer (‘flying faculty’) at the Deutsch-Kasachische Universität (Kazakh-German University) in Almaty. As in 2018, this happened on the invitation of the German Academic Exchange Service (DAAD), and the course given at the Masters Educational Programme for Regional Studies in Central Asia was titled Peacebuilding – History and Practice Today and comprised three parts: (1) genesis and criticism of the concept of peacebuilding, its academic background and politico-practical implementation at UN level; (2) case studies such as the OSCE as a multilateral context, and the peace process in Northern Ireland as a Western European example endangered by the recent development of Brexit; (3) validity of the concept vis-a-vis a rapidly changing world. Among the topics discussed were the relevance of intercultural dialogue / mediation, and the specific regional resources for cooperation in Central Asia. The students presented case studies such as border management with Afghanistan, the frozen conflict in Nagorno-Karabakh, and the Osh-Crisis in Kyrgyzstan.                                                                The cooperation will be continued in 2020.

 

Online beim Prager Goethe-Institut: Friedensforscherin sieht Brexit als Demokratie-Killer

Im Mai 2019  führte das deutsch-tschechische Online-Magazin jádu des Goethe-Instituts Prag ein Interview mit Corinna Hauswedell durch, indem es um die Sicht der Friedensforschung auf den Brexit, die Messbarkeit von Frieden und die Bedeutung vergleichender Konfliktforschung und entsprechender Dialogprozesse ging. Auf die Frage „Was kritisieren Sie aus friedensforschender Sicht am meisten am bisherigen Verlauf des Brexit?“ antwortete Hauswedell u.a. : „Die Verfeindung in den Köpfen ist wieder in vollem Gange …und es wird Demokratie mit Füßen getreten….“ Das vollständige Interview können Sie hier lesen.

 

Brexit verschieben: „Zeit geben für Demokratie und Kompromisse“

Der heutige Besuch von Theresa May in Berlin und Paris am Tag vor dem EU-Gipfel am 10.4. sollte genutzt werden, um die Dringlichkeit einer stärkeren Einbeziehung der britischen Bevölkerung in den Prozess zu unterstreichen und die Auslotung ernsthafter Kompromisse zu ermöglichen. Dafür braucht es eine Verlängerung der Brexit-Frist, argumentierte Corinna Hauswedell heute um 14.00 Uhr bei „phönix vor ort“.

Belfast Agreement and Brexit incompatible

The more nasty the Brexit debate has become the clearer it gets: We are about to dangerously slide back into the old ditches between Ireland and Britain – and the border between the North and the South of Ireland has become the big issue (again). The German TV station Phönix Plus therefore felt a need to explain more substantially for a non English or Irish audience the history and significance of what is at stake on the Irish island. The Phönix programme „The Irish dilemma“ (in German), first shown on 7 February 2019, will be broadcasted repeatedly until the end of March. In it Corinna Hauswedell who has been researching Northern Ireland for the last twenty years argues that it is the opposite nature of the peace agreement and the Brexit undertaking, the one trying to be inclusive and cooperative, the other aiming at separation and discrimination, which renders them incompatible and makes an acceptable solution seemingly impossible. Brexit fundamentally challenges all three Strands of the Belfast Agreement, and denies democracy to a relevant number of UK (and still EU) citizens.

Belfaster Frieden und Brexit nicht kompatibel

Mit dem Brexit werden die historischen Gräben zwischen Irland und Großbritannien wieder aufgerissen, bricht der Konflikt um Demokratie und Selbstbestimmung in Nordirland wieder auf. Wie soll künftig mit der Grenze zwischen dem zur EU gehörenden Irland und dem britischen Nordirland umgegangen werden? Das ist inzwischen der Knackpunkt der Auseinandersetzungen um den Brexit. Was steht in Irland auf dem Spiel? Warum ist der sogenannte „Backstop“ so bedeutsam? Diesen Fragen ging phoenix plus in seinem Themenschwerpunkt „Das irische Dilemma“ am 7. Februar 2019 nach; im Studio war die Konfliktforscherin Dr. Corinna Hauswedell, die Moderation hatte Michael Sahr. Die Sendung wird in den kommenden Wochen im programm.ARD.de wiederholt ausgestrahlt werden.

Gewalt und Gewaltfreiheit der Religionen

Am 23. Januar 2019 nahm Corinna Hauswedell in Berlin an der Buchpräsentation „Gewalt und Gewaltfreiheit in Judentum, Christentum und Islam“, hrsg. von Markus Thurau im Auftrag des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), teil. Der bei Vandenhoeck & Ruprecht erschienene Band widmet sich verschiedenen Perspektiven der Frage: Stiften Religionen Frieden oder verursachen sie Gewalt? Hauswedell hat zu dem Band mit dem Aufsatz: „Die politisch-religiöse Ambivalenz der (nord-)irischen Konfliktgeschichte“ beigetragen.

Teaching Peacebuilding in Almaty / Kazakhstan

On the invitation of the German Academic Exchange Service (DAAD) Corinna Hauswedell between 26 November and 10 December 2018 spent two weeks teaching as a guest lecturer (‚flying faculty‘) at the Deutsch-Kasachische Universität (Kazakh-German University) in Almaty. The course given at the Masters Educational Programme for Regional Studies in Central Asia was titled Peacebuilding – History and Practice Today and comprised three parts: (1) genesis and criticism of the concept, its academic background and politico-practical implementation at UN level; (2) case studies such as the OSCE as a multilateral context, and the peace process in Northern Ireland as a Western European example endangered by the recent development of Brexit; (3) validity of the concept vis-a-vis a rapidly changing world. Among the topics discussed  were the relevance of intercultural dialogue / mediation, and the specific regional resources for cooperation in Central Asia.